Mittwoch, 4. Juli 2018

Singing in the Rain - Regenfestspiele in Düren

Am 27. März wartete die bisher größte Strecke des Kalenders auf die GT-Sport-Fahrer, die zusammen mit der Pro 10 Klasse beim RMC Düren zu Gast waren. Eine wirklich tolle, professionelle Anlage die zum Besten gehört, was man dieser Art in Deutschland finden kann.

Die Crew vom RMC Düren machte einen hervorragenden Job. Alles war super vorbereitet.

Die Wetteraussichten prophezeiten bereits, daß der Himmel an diesem Wochenende noch die Schleusen öffnen sollte, aber am Trainingssamstag und am Sonntag Vormittag sah es eigentlich noch so aus als könnten wir verschont bleiben.

Am Samstag gabs es nur ein freies Training, welches aber bereits zahlreich genutzt wurde, denn die Strecke unterscheidet sich aufgrund der Größe und der langen Geraden schon sehr von den bisherigen Schauplätzen der GT-Sport Klasse.

Aktuelle GT-Sport Motoren (Bild RC Kleinram)
Bereits im Vorfeld sorgten die größeren Leistungsunterschiede auf der langen Geraden für eine bisher nicht gekannte Diskussion in der GT-Sport Facebook-Gruppe. Einige Fahrer hatten sich rechtzeitig zum Rennen mit neuester Motorentechnik und damit mit einem nicht zu verleugnenden Vorteil ausgestattet, während andere ihr bewährtes Material fuhren und zumindest theoretisch das Nachsehen hatten.
Theoretisch deshalb, weil angezweifelt werden kann, ob das Ergebnis mit den bisher eingesetzten Motoren anders ausgefallen wäre oder nicht.

Damit sich die Gemüter nicht zu stark erhitzten, öffnete der große Rennleiter im Himmel rechtzeitig zum 3. Rennlauf seine Schleusen und spülte jeden Motorvorteil von der Strecke.

Dabei wurde vielleicht ein wenig viel des beliebten "Anti-Grip" vom Himmel geschüttet, so daß das Fahrerfeld neu justiert wurde.

Das aber nur bedingt, denn jetzt war nicht nur ein feines Gasfingerchen gefragt, sondern auch eine gute Vorbereitung auf derartige Verhältnisse. Fast jeder fand hier seine eigene Lösung gegen das Wasser. Tupperdosen, Knetgummi aus dem Sanitärbereich, Luftballons oder ähnlich aussehende Verhütungsartikel...oder man vertraute einfach auf die wasserfeste Elektronik.

Da war's noch trocken
Knapp die Hälfte des Starterfeldes verzichtete unter den Gegebenheiten auf die beiden letzten Rennläufe des Tages. Die andere Hälfte kämpfte sich durch die Fluten...was bei einigen nicht so gut funktionierte, bei anderen aber erstaunlich gut.

Trotzdem waren die schnellsten "Deepwater-Races" knapp 6 Runden langsamer als die Trockenläufe - zumindest oben in der Ergebnisliste. Wer also alle vier Läufe einigermassen hinter sich brachte, konnte auch auf einen der vorderen Plätze schielen.

Am besten gelang das alles Dominik B, der vor GT-Sport-Debütant Frederik M und Bernd C.
Die genaueren Ergebnisse entnehmt Ihr bitte der nebenstehenden Liste (DGSVO-Version 😝)