Montag, 14. Mai 2018

Erster Aussenlauf West in Lüdenscheid

Fast das ganze Feld trat mit neuen Karosserien an.
Am 6. Mai trafen sich 16 GT-Sportler am Rande des Sauerlandes in Lüdenscheid für das erste Rennen der noch jungen Rennklasse auf Asphalt. Verstärkt wurde das Starterfeld mit den Teilnehmern des Tamiya Euro Cups und der Vereinsmeisterschaft des MCC Lüdenscheid.

Es gab also reichlich Rennaction auf der Anfangs noch "grünen" Strecke. Es half schon sehr, am Samstag die Ideallinie frei zu fahren. Umso schwieriger wurde es allerdings, wenn man diese Linie schon mal verließ. Mindestens eine Runde brauchte man dann, um die Reifen wieder sauber zu fahren. Die (variable) Streckenführung war an diesem Wochenende eher einfach ausgelegt und stellte die Fahrer vor keine großen Aufgaben. Allerdings konnte man auf der langen Geraden beherzt am Gasgriff ziehen.


Es wurde ein Qualifier á 5 Minuten gefahren, in dem die schnellsten 5 aneinanderhängenden Runden zusammengezählt wurden, um die Startpositionen festzulegen.

Anschließend gab's 4 Rennläufe á 7 Minuten von denen die besten 3 gewertet wurden. Also kein A oder B-Finale sondern eben 4 Rennläufe in 2 Gruppen, was den Vorteil hat, daß man theoretisch auch aus der "schlechteren" Startgruppe ganz nach vorne fahren kann.


Am besten gelang das Alex P. mit seinem Ferrari 458. Der wurde zwar hart gejagt und bedrängt von Thorsten U. und seinem BMW, aber Thorsten konnnte nur einen Lauf für sich entscheiden, Alex dagegen drei.

Da Thorsten aber erst im dritten Lauf so richtig in Schwung kam, konnte Ronald W. (Honda NSX 2005) sich hinter Alex auf Platz 2 schieben. Hinter Ronald folgte "Mr. Mugen" Dirk D. mit seinem sehr interessant modifizierten TT-02 mit der gelben Ferrari-Karo.

Die Motoren waren eigentlich das Hauptthema des Wochenendes, obwohl so ein Fahrzeug ja nachweislich aus vielen anderen gar nicht so unwichtigen Komponenten besteht.

Wer die Rennen aufmerksam beobachtete konnte klar erkennen, daß der "boah-guck-ma-wie-schnell-der-ist" gar nicht wirklich mehr Motorleistung hatte...


...sondern möglicherweise die doch gar nicht so wenigen Setup-Möglichkeiten seines TT-Chassis einfach besser im Griff hatte.

So konnte man sehen daß man eben schon 2 Meter früher aufs Gas konnte und vor der Kurve erst einen Meter später den Anker werfen musste.



Die Leistung seiner Gegner anzuerkennen und einen vorderen Platz nicht allein auf einen "besseren Motor" zu reduzieren - das macht den echten Sportsmann aus. Wundermaterial wurde im Fahrerlager jedenfalls keines entdeckt.

Der Autor dieser Zeilen ist auch nach mehreren Rennen der GT-Sport-Klasse noch immer überzeugt, daß es trotz oder gerade wegen des sehr offenen Reglements am Ende extrem ausgeglichen ist.


Die Markenpokalveranstalter erzählen den Racern seit Jahren, daß alles genau gleich sein muss und alles genau kontrolliert werden muss um absolute Chancengleichheit zu haben. Ob das tatsächlich jemals "Gleichheit" geschaffen hat - das soll an dieser Stelle mal mit einem Fragezeichen versehen sein. 😏

Kommt einfach zum nächsten Rennen in Düren und verschafft Euch selber einen Eindruck. Vor allem fällt dann ganz sicher die extrem lockere und hilfsbereite Stimmung unter den Racern auf die oft seinesgleichen sucht!






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